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039Der Frechener Geschichtsverein hat 300 Mitglieder. Nachdem sich im Rahmen der Jubiläumsfeiern Mitte April bereits viele neue Mitglieder eingeschrieben hatten, haben sich bei einem Rundgang durch das Bachemer Unterdorf mit dem langjährigen stellvertretenden Bürgermeister Franz Becker wiederum einige interessierte Damen und Herren für eine Mitgliedschaft im Geschichtsverein entschieden. Der 300. wurde schließlich der Gastgeber der Schlussetappe: Cornel Lindemann-Berk empfing die rund 60 Teilnehmer mit Kaffee und Kuchen auf seinem Hofgut Neu-Hemmerich und gewährte bereitwillig Einblicke in den landwirtschaftlichen Betrieb. Schließlich meinte der 49jährige, der auch Vorsitzender des Aktivkreises Frechen ist: "Ich finde gut, was Sie machen. Ich werde Mitglied!" Damit erreichte der Geschichtsverein eine Mitgliederzahl von 300, die zwischenzeitlich schon wieder weiter gestiegen ist.
IMG_4033Die Heimat- und Geschichtsvereine im Rhein-Erft-Kreis haben eine engere Kooperation vereinbart. Bei einem Treffen, zu dem der Frechener Geschichtsverein e.V. anlässlich seines zehnjährigen Bestehens eingeladen hatte, vereinbarten die Vertreter aus sieben der neun Kommunen im Kreis, in denen es einen Heimat- oder Geschichtsverein gibt, sich künftig stärker auszutauschen und den gegenseitigen Kontakt zu stärken. Mit einem Impulsreferat hatte Christine Schmitt vom DHI Paris zuvor am Beispiel der Adelsgeschichte aufgezeigt, wo Schnittstellen für eine Vernetzung und Kooperation liegen könnten. Neben der inhaltlichen Zusammenarbeit wollen die Vereine auch in fachlichen Fragen wie Vereinsrecht, Versicherungen oder Datenschutz an einem Strang ziehen. Vereinbart wurde auch ein fester Schriftentausch. "Wichtig war uns zunächst das gegenseitige Kennenlernen. Jeder Verein hat sich in etwa 10 bis 15 Minuten präsentiert und seine individuellen Stärken aufgezeigt. Das war für alle sehr lehrreich.", meinte der FGV-Geschäftsführer Martin Bock zum Ende der Tagung. Im Herbst will sich die Runde wieder treffen, dann auf Einladung des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Quadrath-Ichendorf. "Wir hoffen, dass dann auch die Vereine mit am Tisch sitzen, die jetzt nicht mit dabei waren.", so Bock weiter.

Aus Anlass seines zehnjährigen Bestehens feiert der Frechener Geschichtsverein am 17. April im Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung Kirche Alt St. Ulrich. Bereits am Vormittag werden Vertreter von den Geschichts- und Heimatvereinen des Rhein-Erft-Kreises zusammenkommen, um auf Initiative des FGV über die Gründung eines Arbeitskreises zu beraten. Am Abend sind dann die Mitglieder, aber auch Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Kultur zu einem Festakt in der alten Buschbeller Pfarrkirche eingeladen. Unter musikalischer Begleitung des Chors "Brückenschlag" erinnert der Gründungsvorsitzende Prof. Dr. Wilhelm Schröder an die Errichtung des Vereins vor zehn Jahren im Frechener Keramion.

Mit einer Veröffentlichung zum Frechener Bach, der überarbeiteten Zweitauflage von "Wenn alles in Scherben fällt" zur Zeit des Dritten Reichs und Nationalsozialismus in Frechen sowie dem Jahrbuch will der Verein wieder eine Reihe von Publikationen vorlegen. Für das zweite Halbjahr sind unter anderem Angebote zum Tag des Offenen Denkmals sowie für junge Familien, Kinder und Neu-Frechener vorgesehen.

In seiner 78. Sitzung am 25. Februar hat der Vorstand außerdem beschlossen, für den Geschichtsverein einen Vortrags- und Versammlungsraum zu suchen, um mittelfristig nicht mehr auf die bislang dankenswerterweise zur Verfügung gestellten Räume in der Ringschule angewiesen zu sein. Hier könnte dann auch die umfassende Vereinsbibliothek öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Verein hofft, bis zum Sommer eine geeignete Räumlichkeit gefunden zu haben.