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d03d4f25e1Historische Baudenkmäler einem breiten Publikum zu öffnen – das war die Idee des französischen Kulturstaatsministers Jack Lang, als er 1984 den ersten nationalen Denkmaltag ins Leben rief. 1991 griff der Europarat den Gedanken auf, und seit 1993 öffnen auch in Deutschland über 7.500 Denkmäler ihre Türen für insgesamt mehr als 4,5 Millionen Besucher. Der 19. „Tag des Offenen Denkmals“ findet am 11. September 2011 statt und steht unter dem Motto „Romantik, Realismus, Revolution – das 19. Jahrhundert“.

Nachdem die evangelische Kirchengemeinde die vormals katholische, aus dem Jahr 1741 stammende Kirche Alt St. Ulrich aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben musste, hat die Gold-Kraemer-Stiftung hier einen Ort der Begegnung für Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen. In Kooperation mit dem Frechener Geschichtsverein e.V. macht sie im Rahmen des „Tags des Offenen Denkmals“ interessierten Besuchern die altehrwürdige Kirche zugänglich.

So steht am 11. September die Geschichte des Bauwerks natürlich im Mittelpunkt. Ende des 19. Jahrhunderts hat die Inneneinrichtung zahlreiche Veränderungen im Stile des Historismus erfahren, von denen heute nur noch der neugotische Hochaltar und zwei Kirchenfenster aus dem Jahr 1889 zeugen, die mit den fast abstrakten Meistermannfenstern kontrastieren. Zwei Führungen um 11:00 und 15:00 Uhr erzählen aus der wechselvollen Historie der Kirche und ihrer Vorgängerbauten, die sogar bis in die Römerzeit reicht.

Am 2. September 2011 jährt sich zum 60. Mal die Erhebung der damaligen Gemeinde zur Stadt Frechen. Aus diesem Anlass haben sich fünf prominente Frechener Kultureinrichtungen zusammengeschlossen, um dieses Jubiläum mit einem breit gefächerten Angebot zu feiern. Das KERAMION, die Musikschule, der Kunst- und der Geschichtsverein sowie die Frechener Galeristin Pia Esch-Renner bieten Spaziergänge zu Kunst und Kultur in Frechen, ein Podiumsgespräch und ein Konzert an; zum Abschluss des Kulturwochenendes wird die XVI. internationale Grafik-Triennale im Stadtsaal eröffnet.

Den Auftakt macht am Geburtstag selbst der Frechener Geschichtsverein e.V. Am 2. September 2011 lädt er zu einem Podiumsgespräch „60 Jahre in Frechen erlebt“ in den Pfarrsaal von St. Audomar ein. Um 19:00 Uhr erzählen sieben Frechenerinnen und Frechener, die ebenfalls in diesem Jahr 60 werden, aus ihren Leben und ihren Erinnerungen an die Klüttenstadt. Die Veranstaltung wird von Andreas Houska, Chefredakteur des Lokalsenders „Radio Erft“, moderiert. Teilnehmer sind unter anderem der stellvertretende Bürgermeister Ferdi Huck, der langjährige Vorsitzende des Aktivkreises Frechen Wolfgang Geuer sowie Dietmar Granzow, der am 2. September 1951 als erster Bürger der Stadt Frechen das Licht der Welt erblickte.

Weiterlesen: Kulturwochenende zum Stadtjubiläum

In diesen Tagen erscheint das Programm des Frechener Geschichtsvereins e.V. für das 2. Halbjahr 2011. Alle Veranstaltungen sind auch hier auf unserem Internet-Portal zu finden und können von Mitgliedern online gebucht werden. Der Versand des Programmheftes erfolgt ab Mitte Juli, das Heft liegt auch in Frechen aus oder kann über den Frechener Geschichtsverein e.V. direkt bezogen werden. Ein Schwerpunkt des Angebots ist das Stadtjubiläum im Rahmen des vom FGV gemeinsam mit anderen Kulturinstitutionen durchgeführten Kulturwochenendes vom 2. bis zum 4. September 2011. Insgesamt 20 Veranstaltungen entfalten eine große Bandbreite der orts- und regionalgeschichtlichen Arbeit des Vereins.