Aktuelle Informationen aus dem Frechener Geschichtsverein e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,


wir machen Sie auf einige anstehende Termine aufmerksam und informieren vorab über die geplante Exkursion nach Flandern:

 

Zunächst laden wir am Dienstag, 14. April 2015, zu einem Vortrag von Dr. Franz-Joseph Kiegelmann ein: "Deutschland nach 1848/49 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914". Nach der gescheiterten Revolution von 1848/49 drehten die herrschenden Fürsten das Rad der Geschichte zurück und stellten die vorrevolutionären politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse wieder her. Dennoch war durch die – wenn auch gescheiterte – Revolution Bewegung in die überkommene politische Ordnung gekommen. Das Dreiklassenwahlrecht sowie eine Volksvertretung wurden eingeführt. Mit Otto von Bismarck (1815–1898), der Deutschland unter preußischer Führung einigen wollte, veränderte sich die politische Landschaft, innen- wie auch außenpolitisch. Er initiierte die Gründung des Reiches und die Kaiserproklamation 1871, wenn auch unter Inkaufnahme eines Krieges mit Frankreich. Nach seiner Entlassung durch Wilhelm II. steuerte die Reichsregierung innenpolitisch, militärisch wie auch außenpolitisch auf eine europäische Auseinandersetzung zu. Der Vortrag folgt den geschichtlichen Spuren der nachrevolutionären Zeit bis in das Jahr 1914 am Vorabend des Ersten Weltkriegs, und gibt dabei Einblick in die Geschichte des ersten deutschen Nationalstaates von 1871-1914.

Beginn 19 Uhr, Pfarrsaal St. Severin, An St. Severin 15, 50226 Frechen. Der Eintritt ist frei.
 
Passend dazu besuchen wir am Samstag, 18. April 2015, die Ausstellung "Köln 1914 - Metropole im Westen". Der Vorabend des Ersten Weltkriegs - Köln hat sich seit 1880 zu einer modernen, kulturell aufblühenden Großstadt des Rheinlands gemausert. In den vor Leben vibrierenden Gassen stoßen die Widersprüche einer Epoche - „Aggression“ und „Avantgarde“ - hautnah aufeinander. Und nichts scheint für den Augenblick ferner, als Krieg und Vernichtung... Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs ändert alles. Bis Weihnachten 1914 hat sich die Welt der Kölner radikal gewandelt: Die „Werkbundausstellung“, eine international hoch angesehene Schau moderner Architektur und Kunstströmungen, bricht mit Kriegsbeginn ihre Zelte ab. Unsicherheit mischt sich mit Kriegseuphorie und Hurra-Patriotismus. Und am Christbaumschmuck von Weihnachten 1914 lässt sich bereits anhand kleiner Panzer und Soldaten die Militarisierung des kulturellen Großstadtlebens ablesen. Zum Abschluss des LVR-Themenjahres präsentieren das Stadtmuseum, das Museum für Angewandte Kunst Köln und die Stiftung Rheinisch- Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln diese gemeinsame Ausstellung. Im Fokus steht Köln als rheinische Metropole im Schicksalsjahr 1914.

Beginn 11 Uhr, Kölnisches Stadtmuseum. Teilnahme 10/14 Euro pro Person, Anmeldung unter 02271/7544599 oder bock@frechener-geschichtsverein.de.

 

Der für Samstag, 25. April 2015, angekündigte Vortrag über die Meistermann-Fenster in Alt St. Ulrich muss leider auf den 24. Oktober 2015 verschoben werden; unsere Mitglieder haben diese Information bereits schriftlich erhalten.

 

Schließlich informieren wir vorab über die geplante Exkursion nach Flandern vom 4. bis 6. September 2015. Hierbei ist vorgesehen, die Schauplätze des Ersten Weltkriegs rund um Ypern zu besichtigen. Auf dem Programm sollen u. a. Besuche verschiedener Museen sowie von Schlachtfeldern, Gedenkstätten und Soldatenfriedhöfen stehen. Wir bitten freundlich um eine kurze Rückmeldung, wenn Sie sich für das Angebot interessieren, damit wir weiter planen können (02271/7544590 oder bock@frechener-geschichtsverein.de).



Freundliche Grüße

 

Martin Bock M.A.
Geschäftsführer

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