Frechener Geschichtsverein - Newsletter November 2016

     
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Newsletter November 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

am kommenden Wochenende, 5./6. November, stellt der Frechener Geschichtsverein im Rahmen des traditionsreichen Frechener Martinsmarkts erstmals einen Kalender "Frechen, wie es war" mit Ansichten aus dem alten Frechen vor. Besuchen Sie uns an unserem Stand direkt zwischen Kreissparkasse und Café Halver!

Besonders hinweisen möchten wir Sie auf unseren Aufruf zu einem Schweigemarsch für die Opfer des Nationalsozialismus in Frechen am Samstag, 12. November, 15 Uhr.

Auch auf die weiteren im November noch anstehenden Termine - zwei Vorträge, zur Geschichte der Reformation in Köln und zu Buschbell im Mittelalter, einen Ausstellungsbesuch in der Bundeskunsthalle und unseren Jahresabschluss mit Vorstellung des neuen Jahrbuchs - möchten wir Sie mit diesem Newsletter aufmerksam machen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Aktuelle Informationen finden Sie auch immer auf unserer Internet-Seite www.frechener-geschichtsverein.de und auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/frechenergeschichtsverein.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Bock M.A.
Geschäftsführer

 

Martinsmarkt 2016

Erstmals beteiligt sich der Frechener Geschichtsverein im Jahr 2016 am traditionellen Frechener Martinsmarkt. Dabei stellen wir vor allem unseren neuen Kalender 2017 "Frechen, wie es war" mit zwölf außergewöhnlichen historischen Ansichten aus dem alten Frechen vor. Der Kalender kann direkt auf dem Markt erworben werden und kostet nur 10 Euro (für Vereinsmitglieder 8 Euro).

Sie finden uns am Stand 27a an der Einmündung der Sternengasse in die Hauptstraße direkt zwischen der Kreissparkasse und Café Halver. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Neben dem Kalender informieren wir auch über unsere Arbeit, die laufenden Projekte und die Veröffentlichungen des Vereins.

 

Der kölnische Reformationsversuch unter Hermann von Wied

Am Dienstag, 8. November, 19 Uhr, referiert Dr. Franz-Joseph Kiegelmann über den Versuch des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Hermann von Wied, das katholische Erzstift Köln zu reformieren.

Die Reformation Martin Luthers von 1517 hatte die mittelalterlichen Glaubensgrundsätze erschüttert. Eine tief greifende politische und religiöse Verwirrung und Verunsicherung erfasste nicht nur die einfachen Christen, sondern auch weltliche Machthabern und geistliche Würdenträger wie z. B. den Kurfürst und Erzbischof von Köln Hermann von Wied (1515–1546). Auf seine Veranlassung hin predigten evangelische Theologen, u. a. 1543 Philipp Melanchthon und Martin Bucer. In der Folgezeit entstanden mehrere Zentren der Reformbewegung im Rheinland.

Dieser Reformversuch des Hermann von Wied wurde begleitet von ständigen Auseinandersetzungen mit Kaiser Karl V (1519-1556) und dem Papst, die um jeden Preis die Einheit der Kirche nicht zuletzt aus machtpolitischen Gründen bewahren wollten. An dieser verhängnisvollen Konstellation scheiterte Hermann von Wied letztlich mit seinem Versuch. In diesem Vortrag soll versucht werden, die theologische und kirchenpolitische Bedeutung des Kurfürsten und Erzbischofs von Köln Hermann von Wied im 16. Jahrhundert herauszuarbeiten. 

Der Vortrag findet statt im Pfarrsaal St. Severin, An St. Severin 13c, 50226 Frechen (Parkmöglichkeiten am HIT-Markt, Dürener Straße). Der Eintritt ist frei. 

 

Schweigemarsch

Am Samstag, 12. November, 15 Uhr, ruft der Frechener Geschichtsverein wieder zu einem Schweigemarsch für die Opfer des Nationalsozialismus in Frechen auf. Treffpunkt ist an der Evangelischen Kirche.

Der 9. November ist ein besonderer Tag in der deutschen Geschichte. Dicht nebeneinander erinnert er sowohl an den Freiheitswillen des deutschen Volkes als auch an die Gewaltherrschaft, in deren Namen Millionen Menschen verfolgt und ermordet wurden. Insbesondere die Reichsprogromnacht am 9. November 1938, in der zahllose brutale Angriffe auf Juden und ihre Häuser und Geschäfte verübt wurden, bleibt damit verbunden.

Im Jahr 2016 jährt sich zudem zum 71. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs. Der Frechener Geschichtsverein ruft wie in den Vorjahren zu einem Schweigemarsch zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Frechen auf. Bereits in den Jahren 2009 bis 2013 hat sich der Verein für die Verlegung von „Stolpersteinen“ eingesetzt, um an die Opfer der Deportationen zu erinnern.

Der Schweigemarsch beginnt an der evangelischen Kirche und führt an der Hauptstraße entlang über den ehemaligen Standort der Frechener Synagoge bis zum Rathaus; hier sollen die Namen aller Opfer verlesen werden.

Wir bitten darum, während des gemeinsamen Ganges tatsächlich zu schweigen!                         

Von Vögten, Wäldern und einer verfluchten Hostie

Am Mittwoch, 16. November, 19 Uhr, referiert Martin Bock M.A. über die Geschichte des Ortsteils Buschbell im Mittelalter.

Der Frechener Ortsteil Buschbell verbrachte viele Jahrhunderte seiner Geschichte im Schatten Bachems und Frechens, die beide urkundlich rund 150 Jahre früher erwähnt wurden und jeweils Sitz bedeutender adliger Landgüter waren.

Buschbell dagegen war „Kirchenland“ und gehörte zum Kölner Apostelstift. Seine Keimzelle geht auf eine römische „villa rustica“ zurück, aus der sich in fränkischer Zeit ein Hofgut entwickelte, dessen bestellter Verwalter Vogt genannt wurde. Ein besonderer Reichtum des Ortes waren die ausgedehnten Wälder, die Buschbell seinen Namen gaben, denn „bell“ bedeutet soviel wie „Laubwald“.

Zur Unterscheidung von Horbell bei Hürth wurde das Dorf lange Zeit „Vogtsbell“ genannt.
Der Vortrag zeichnet die Entwicklung des Dorfes im Mittelalter und der Frühen Neuzeit nach, schildert die wechselnden Besitzverhältnisse, das nicht immer einfache Verhältnis zu den Nachbarorten und erzählt auch manche Anekdote wie die vom Pastor, dem dreimal in Folge die Hostie zu Boden fiel.

Der Vortrag findet statt im Inklusiven Begegnungszentrum der Gold-Kraemer-Stiftung Kirche Alt St. Ulrich, Ulrichstraße 110, 50226 Frechen. Der Eintritt ist frei. 

 

Der Rhein. Eine europäische Flussbiografie

Am Samstag, 26. November, 15 Uhr, besucht der Frechener Geschichtsverein die Ausstellung "Der Rhein. Eine europäische Flussbiografie" in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.

Der Rhein ist eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Seit Jahrtausenden befördert er Kohle, Baumaterial und Menschen, aber auch Luxusgüter und Kunstschätze, Waffen, Ideen, Märchen und Mythen durch halb Europa. Beeindruckende Städte, Klöster und Kathedralen, aber auch Ballungsräume und Industrieansiedlungen säumen den Strom. Er ist und war Grenze und verbindendes Element gleichermaßen und prägt bis heute die Menschen, die sich an seinen Ufern niedergelassen haben. Seit römischer Zeit war der Rhein mit wechselnden Fronten zwischen feindlichen Parteien Pforte, Festung und Grenze, Brücke und Furt. Er wurde reguliert, begradigt, verschmutzt, umkämpft, erobert und besetzt. Die Ausstellung folgt der kulturpolitischen Botschaft der am Rhein entstandenen EU zu grenzüberschreitender Kooperation seiner anliegenden Staaten.
Sie begleitet den Rhein von seinen Quellen bis zum Rhein-Maas-Schelde-Delta und erzählt von folgenreichen und teils dramatischen Ereignissen aus über 2000 Jahren Kulturgeschichte.

Für diese Exkursion sind noch Plätze frei. Anmeldungen nimmt Frau Reichmann, Tel. 02234-56602, oder per E-Mail an reichmann@frechener-geschichtsverein.de entgegen.

 

Adventfeier und Jahrbuchpräsentation

Am Mittwoch, 30. November, 19 Uhr, stellt der FGV den 12. Band seines Jahrbuchs vor. Auf 258 Seiten und in 11 Beiträgen werden wieder viele neue und interessante Erkenntnisse und Geschichte Frechens und seiner Ortsteile vorgestellt.

Es ist zwischenzeitlich gute Tradition, das Veranstaltungsprogramm des Frechener Geschichtsvereins mit einer gemeinsamen Adventfeier zu beschließen. Dabei wird wie immer auch der neue Band des „Jahrbuchs des Frechener Geschichtsvereins e.V.“ vorgestellt, das in 2016 bereits im 12. Jahrgang erscheint.

Diesmal erscheinen u. a. Beiträge über den Frechener Arzt Dr. Carl Peter Tusch, das mittelalterliche „Königsdorfer“, Arzneibuch, den in Frechen lebenden Künstler Gunter Demnig, die „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten in Frechen, den Königsdorfer Weißpfennig und den Frechener Ehrenbürger Paul R. Kraemer.

Vereinsmitglieder können ihr persönliches, kostenloses Exemplar direkt bei der Vorstellung in Empfang nehmen.

Gäste sind herzlich willkommen!


Die Veranstaltung findet statt im Pfarrsaal von St. Audomar, Othmarstraße 3, 50226 Frechen.
 

Frechener Geschichtsverein e.V.
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Tel. 02234-56602
www.frechener-geschichtsverein.de
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