Veranstaltungen
29.03.2017, 17:05

„Wach sahen sie ihre Kinder nur am Sonntag“

Vom Leben der Frechener Industriearbeiter vor dem Ersten Weltkrieg

Vortrag von Dr. Jochen Menge

Nummer: 2017103
Status: Diese Veranstaltung kann nicht online gebucht werden.
Beginn: 04.04.2017, 19:00
Ort: Pfarrsaal St. Severin, An St. Severin 15, 50226 Frechen

13 Stunden und mehr waren sie wochentags von zu Hause weg und für ihre schwere und gefährliche Arbeit wurden sie schlecht entlohnt. Das Leben der in den Tonröhrenfabriken und in der Braunkohlenindustrie tätigen Frechener Arbeiter war um 1900 von einer Härte, die wir uns kaum noch vorstellen können. Der Vortrag schildert ihre Situation sowie ihre zögerlichen und nicht sehr erfolgreichen Versuche, sich in Gewerkschaften bzw. in der SPD zu organisieren und so ihr Los zu verbessern. Bei den Arbeitgebern fanden sie mit ihren Forderungen wenig Verständnis. Gegen sich hatten sie nicht nur die kleine lokale Elite von vielleicht 15 einflussreichen Familien, die es gewohnt waren, Entscheidungen unter sich zu treffen, sondern auch den preußischen Staat, der versuchte, durch das Dreiklassenwahlrecht sowie ein engmaschiges Überwachungsnetz alle „linken“ Bestrebungen zu unterdrücken.


Kölns Tor zur Welt

Besuch des Flughafens Köln-Bonn

Nummer: 2017104
Status: Buchung auf Warteliste
Beginn: 08.04.2017, 12:00
Ort: Eigene Anreise - Treffpunkt: Terminal 1/B , Abflugebene, neben Aufgang 1.
Max. Teiln.: 30
Buchungen: 30
Freie Plätze: 0
Gebühren: € 8.00

Schon im Ersten Weltkrieg war das Gebiet des jetzigen Flughafens Köln/Bonn ein Truppenübungsplatz, nach 1945 wurde der Flugplatz dann von der British Air Force ausgebaut. 1957 wurde der Flughafen in die zivile Verwaltung übergeben, der jedoch für den internationalen Luftverkehr der neuen Bundeshauptstadt Bonn nicht groß genug war. Deshalb wurde die Hauptstartbahn parallel zur bestehenden Bahn mit einer Länge von fast 4.000 Metern neu gebaut. 1961 fand der erste Langstreckenflug ab Köln/Bonn statt. Mit der Grundsteinlegung für das neue Terminal und dem Bau des Radarturmes begann 1965 der weitere Ausbau, der erst im Jahr 2.000 mit der Eröffnung des Terminals 2 seinen vorläufigen Abschluss fand. Seit 1994 ist der Flughafen nach dem ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer benannt. Die Besucherführung zeigt die Flugzeugund Gepäckabfertigung, Lärmschutzmaßnahmen und natürlich die Geschichte des ehemaligen Regierungsflughafens.


Die „Bonten Kerken“ im Bergischen Land

Exkursion

Nummer: 2017105
Status: Bereits gebucht
Beginn: 22.04.2017, 12:15
Ort: Gemeinsame Anreise ab Frechen, Parkplatz Matthiasstraße.
Max. Teiln.: 50
Buchungen: 32
Freie Plätze: 18
Gebühren: € 29.00

Die „Bonten Kerken“ – zu hochdeutsch „Bunte Kirchen“ – verlangen von den Besuchern den Blick nach oben. Diese meist einfachen Kirchen mit ihren mittelalterlichen Deckenmalereien sind in Deutschland fast ausschließlich im Bergischen Land erhalten geblieben. Entstanden sind sie meist in der Zeit zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert. Sie wurden bereits kurz nach dem Bau zu Lehrzwecken mit religiösen Motiven ausgemalt, damit auch dem bäuerlichen Teil der Bevölkerung, der weder lesen noch schreiben konnte, biblische Inhalte vermittelt werden konnten. Die Gemälde überdauerten auch die Reformationszeit - viele wurden im Laufe der Jahrhunderte ergänzt oder es wurden sogar neue Bilder hinzugefügt. Heute sind alle „Bonten Kerken“ liebevoll restauriert. Sie bieten in ihrer Schlichtheit und der Farbigkeit einen edlen Kontrast zu den oft besonders prunkvollen Domen und Wallfahrtskirchen der Umgebung. Im Anschluss an die Besichtigungen kehren wir zu einer bergischen Kaffeetafel ein.


„Hier stehe ich und kann nicht anders“

Martin Luther und die Reformation (Teil 1)

Nummer: 2017106
Status: Diese Veranstaltung kann nicht online gebucht werden.
Beginn: 25.04.2017, 19:00
Ort: Pfarrsaal St. Severin, An St. Severin 15, 50226 Frechen

Vor 500 Jahren veröffentlichte der Wittenberger Theologe Martin Luther seine 95 Thesen über die mittelalterliche, scholastische Theologie im Allgemeinen und den Ablasshandel im Besonderen. In einem Klima großer gesellschaftlicher Unsicherheit stieß er damit den Prozess der Reformation an, der zur Trennung der christlichen Kirche in mehrere Konfessionen führte. Im Laufe dieser Konfessionalisierung wurden die historischen Weichen für die Moderne gelegt, denn der Prozess umfasste nicht allein religiöse, sondern auch und vielleicht mehr noch politische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte. Der Vortrag beleuchtet anlässlich des besonderen Jubiläumsjahres dieses Zeitalter der Konfessionalisierung, das mit Luthers Thesen begann und sich über mehr als ein Jahrhundert bis zum Dreißigjährigen Krieg erstreckte, in zwei Teilen. Im ersten Teil werden die Person Martin Luthers und sein Wirken sowie die historische Entwicklung bis zum Augsburger Religionsfrieden im Jahr 1555 behandelt.


„Kleine Einführung in die Diplomatie“

Bad Godesberg: seine Botschaften und Residenzen

Nummer: 2017107
Status: Buchung möglich
Beginn: 06.05.2017, 15:00
Ort: Eigene Anreise. Treffpunkt: Pavillon Bad Godesberg Stadtmarketing, Bahnhofsvorplatz/Ria-Maternus-Platz 1, 57173 Bonn
Max. Teiln.: 25
Buchungen: 24
Freie Plätze: 1
Gebühren: € 8.00

„Was Versailles für Paris ist, das ist Bad Godesberg für die Bundesstadt Bonn“ zitiert der Journalist Michael Wenzel, den einst französischen Botschafter François Seydoux de Clausonne. Mit diesem Worten fängt der Buchautor Michael Wenzel die ca. 1 ½ stünden Führung durch das Villenviertel an. Auf diesem Spaziergang werden wir einen ganz besonderen Teil Bad Godesbergs entdecken. Es ist nicht nur eine Zeitreise in die Bonner Republik sondern ein „Anfassen“ der noch immer jungen und lebendigen Stadt am Rhein. Michael Wenzel, Sohn einer Portugiesin und eines deutschen Vaters, wuchs im Godesberger Ortsteil Rüngsdorf auf – mitten unter Diplomaten und Botschaftsangestellten. Seit Mitte der 1990er Jahre arbeitete er u. a. für die Bonner Rundschau, den General-Anzeiger und die „Bonner Illustrierte“. Im Anschluss an den Rundgang besteht die Möglichkeit zur Einkehr in einem Lokal.


Zu Besuch in Geldern

Tagesexkursion nach Arcen/Niederlande

Nummer: 2017108
Status: Bereits gebucht
Beginn: 20.05.2017, 09:45
Ort: Gemeinsame Anreise mit Reisebus ab Frechen, Parkplatz Matthiasstraße
Max. Teiln.: 50
Buchungen: 29
Freie Plätze: 21
Gebühren: € 44.00

Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Schloss wurde im Auftrag der Herzöge von Geldern (Gelre) erbaut. Diese waren im 17. und 18. Jahrhundert u. a. auch in Frechen, Bachem und Buschbell begütert. Das heutige Schloss wurde auf den Ruinen der früheren Burg erbaut, die wiederum auf den Überresten der ersten Burg „Huys den Kamp“ gebaut wurde. Es stammt aus der Barockzeit, die sich auch architektonisch durch üppige Formen und dem damaligen Streben nach Größe und Reichtum auszeichnet. Der linke Seitenflügel und die linke Seite des Schlosses brannten zwischen 1806 und 1850 bis auf die Grundmauern ab. Nur die linke Seite des Schlosses wurde später wieder aufgebaut. Wir besichtigen das Schloss mit seiner reizvollen Gartenanlage und erhalten Einblicke in die Geschichte und Architektur. Nach einer Pause bei Kaffee und Kuchen schließen wir unseren Besuch in Arcen mit einem Besuch der berühmten Kornbrennerei Ijsvogel ab.


Mitgliederversammlung und Sommerfest 2017

Mitgliederversammlung und Sommerfest 2017

Nummer: 2017109
Status: Diese Veranstaltung kann nicht online gebucht werden.
Beginn: 10.06.2017, 17:00
Ort: Stadtsaal Frechen, Kolpingplatz 1, 50226 Frechen

Wie in jedem Jahr lädt der Frechener Geschichtsverein auch in 2017 wieder im Anschluss an seine Mitgliederversammlung zu einem Sommerfest mit einem kleinen Imbiss ein, zu dem auch Gäste herzlich willkommen sind. Diesmal findet die Veranstaltung erstmals zentral in Frechen im Foyer des Stadtsaals statt. Parkmöglichkeiten sind in unmittelbarer Nähe im Parkhaus Josefstraße gegeben. Vereinsmitglieder erhalten rechtzeitig eine gesonderte Einladung mit Tagesordnung. Bitte merken Sie den Termin jedoch bereits heute vor!


Das Schlachtfeld von Remagen 1945

Vortrag von Dr. Franz-Joseph Kiegelmann

Nummer: 2017110
Status: Diese Veranstaltung kann nicht online gebucht werden.
Beginn: 20.06.2017, 19:00
Ort: Pfarrsaal St. Severin, An St. Severin 15, 50226 Frechen
Die Region Remagen rückte 1945 in den Fokus der militärischen Auseinandersetzung zwischen Deutschland und den Alliierten. Dabei spielte die alte unzerstörte Ludendorff-Brücke eine besondere Rolle, bot sie doch der 1. US-Armee strategisch die Möglichkeit, einen ersten Brückenkopf auf der rechten Rheinseite zu bilden. General Eisenhower soll gesagt haben: „Die Brücke ist ihr Gewicht in Gold wert.“ Die Überquerung des Rheins durch die US-Armee sollte das deutsche Brückenkommando durch Sprengung der Brücke verhindern. Doch mit der verlustreichen Schlacht um die Brücke war der Krieg für Remagener noch nicht zu Ende, sondern gegen Ende des Krieges brachten die Amerikaner Tausende deutsche Kriegsgefangene in das so genannte Rheinweisenlager, das sich von Remagen bis Kripp und von Kripp bis vor Niederbreisig erstreckte. Der Vortrag ordnet die Ereignisse und ihre Bedeutung für den Kriegsverlauf ein und bereitet auch auf die Exkursion nach Remagen mit Besuch des Brückenruine, in der heute ein Friedensmuseum untergebracht ist, vor.

Tagesfahrt nach Remagen

Exkursion

Nummer: 2017111
Status: Bereits gebucht
Beginn: 24.06.2017, 09:15
Ort: Gemeinsame Anreise mit Reisebus ab Frechen, Parkplatz Matthiasstraße
Max. Teiln.: 50
Buchungen: 21
Freie Plätze: 29
Gebühren: € 24.00
Der Ort Remagen geht auf ein römisches Kastell aus dem 1. Jahrhundert zurück; Ende des 12. Jahrhunderts erhielt der Ort das Stadtrecht. Während des Mittelalters geriet Remagen in einen andauernden Interessenkonflikt zwischen den Herzögen von Jülich-Berg und den Kölner Erzbischöfen, den schließlich die Herzöge für sich entschieden. Besondere Bekanntheit erlangte Remagen durch seine Brücke, die im Ersten Weltkrieg als Verbindung zwischen Remagen und Erpel errichtet und nach dem Infanteriegeneral Erich Ludendorff benannt worden war. Nach der Fertigstellung des Tunnels durch die Erpeler Ley wurde am 1. September 1919 die Bahnstrecke eröffnet. Am 7. März 1945 wurde die Ludendorff-Brücke durch US-Truppen erobert. Die Einnahme der Brücke verkürzte den Zweiten Weltkrieg vermutlich um Wochen. Nach der Einnahme der Brücke durch die Alliierten wurde Remagen als einzige deutsche Stadt mit V2 beschossen. In den Ruinen des Brückenkopfs wurde im Jahr 1980 ein Friedensmuseum eröffnet, das wir nach einem Rundgang durch die Altstadt besichtigen. Auf der Rückfahrt nach Frechen besichtigen wir die von 1839 bis 1843 erbaute und bis 1852 von den Düsseldorfer Nazarenern ausgemalte Wallfahrtskirche St. Apollinaris.