Herausgeber: Hans Böckler Stiftung
Seiten: 724
Preis: 90,00 €
ISBN: 978-3-412-50734-3
Jahr: 2017
Katalog-Nr.: 1304

Inhalt

Die Volkshäuser sind das „gebaute Erbe“ der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung. Sie waren Versammlungsstätten, Organisationszentralen und Austragungsorte von Kultur, Bildung und Geselligkeit. Mit ihren Gemeinschaftsbauten schufen sich die Arbeiter eine eigene „proletarische Öffentlichkeit“ – als Gegenentwurf zur „bürgerlichen Öffentlichkeit“. Zugleich spielte das Volkshaus zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine beachtliche Rolle im städtebaulichen und gesellschaftlichen Diskurs. Es diente als Projektionsfläche für mannigfaltige Gemeinschaftsentwürfe, Reformhoffnungen und Utopien. Die vorliegende Studie stellt die wechselvolle Geschichte des Bautypus Volkshaus vor einem breiten historischen Hintergrund dar. Seine architektonischen Erscheinungsformen werden im Kontext der verschiedenen Strömungen der Moderne exemplarisch analysiert. Ein über 300 Einträge umfassender Katalog rekonstruiert den Bestand der vor 1933 in Deutschland existierenden Volkshäuser anhand umfangreicher Quellen. Damit schließt sich eine erhebliche Forschungslücke in die Geschichte der Arbeiterbewegung und ihrer Kultur.

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