Herausgeber: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Seiten: 492
Preis: 39,95
ISBN: 978-3-95451-405-2
Jahr: 2015
Katalog-Nr.: 1128

Inhalt

Der Kölner Karneval hatte für den Nationalsozialismus eine große Bedeutung. Er sollte die Massen unterhalten sowie Tourismus und Wirtschaft ankurbeln. Die Büttenreden, Liedtexte und Motivwagen im Rosenmontagszug dienten ab 1936 zunehmend auch der überregionalen Verbreitung von Antisemitismus und anderer ideologischer wie politischer Vorstellungen. Die lokalen NS-Parteifunktionäre und NS-Amtsträger verfolgten dabei unterschiedliche Strategien zwischen gewaltsamer Lenkung und dem Gewähren von Freiräumen.  Das Buch bietet am Beispiel des Karnevals einen genauen Blick auf die komplexen gesellschaftlichen Vorgänge in Köln zwischen 1933 und 1939.

Einleitung  -  Die Entwicklung des Kölner Karnevals von seinen Anfängen im Hochmittelalter bis 1933  -  Strukturelle und personelle Bedingungen des NS-Herrschaftsapparates und der Karnevalsgesellschaften  -  Karneval als Unterhaltungs- und Tourismusfaktor  -  Die „Volksgemeinschaft und ihre Inszenierung im Kölner Karneval  -  Kölner Juden im Karneval zwischen Integration und Ausgrenzung  -  Loyale Widerwilligkeit im Kölner Karneval und Widerstand aus dem Exil  -  Schlussbemerkungen  -  Anhang

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